Dieser Freitagabend hatte es in sich. Viele frische Schneeflocken brachte er mit sich. Und ganz gemütlich sollte er werden, an sich. Nachdem ich nun die Düsseldorfer und die Bochumer Weihnachtsmärkte ausführlich getestet habe, standen die Kölner Märkte ganz oben auf der Liste. Mit der kleinen Goldlocke stand ich bei einer heißen Tasse Wein zusammen, um die „Schnüß zu schwaden“ und einen Blick auf den verschneiten Dom zu werfen. Was könnte dieses rheinische Idyll zerstören? Ein rheinischer Promi von Sinnen!


Egal, wie lange ich in Düsseldorf lebe, eines wird sich nie ändern. Ich kann noch so oft über die Rheinbrücken fahren und noch so oft aus dem Kölner Hauptbahnhof treten. Der Blick auf den Dom ist einfach schön. Kein Kitsch, sondern ein Klassiker! Auf dem Roncalli Platz kann man diesen Blick zusammen mit heißem Glühwein und prima Rievkooche genießen.

Auf dem Heumarkt gibt es den von mir favorisierten weißen Glühwein direkt unter dem Baum mit den vielen roten Holzherzen. Nä wat schön! Selbst der lustige Saubermann im Toilettenwagen hat ansteckend gute Laune. Ein Crêpe sollte der Abschluss unserer süßen Weihnachtsmarkttour sein. Es ist voll, die Menschen drängeln und schlängeln sich hinter uns, um ein leckeres Stück Eierkuchen zu ergattern.

Wir zwei waren fast fertig und standen an der Seite des Crêpe-Wagens, als hinter der Goldlocke eine bekannte Stimme ruft „Tut Ihr mir noch ´nen Crêpe mit Nutella, Ihr Lieben?!“. Ganz gleich, wie viele in der Schlange warten, wer Hella heißt wird sofort bedient. Mit dieser Erkenntnis schlittern wir zum M20 auf der Maastrichter Straße. Denn da wartet die große Goldlocke und nette Bartender, die einen sofort bedienen, selbst wenn man Kathrin heißt.