Am Freitagabend wollte ich dem Rosenrot auf der Ratinger eine neue Chance geben, zu überzeugen. Doch auch diesmal kann ich höchstens eine 3+ im veralteten Schulnotensystem geben. Auf den ersten Blick war es ungewöhnlich voll und fröhlich. Ein besonderes Highlight in diesem Laden sucht der Partygänger allerdings vergeblich. Vielleicht sollte ich mich damit abfinden, dass eben nicht alles erstklassig in Düsseldorf ist. Das gilt übrigens auch für die Taxifahrer.

Am Freitagabend ging es mit Freundin MPi und Fräulein X auf die Ratinger Straße. Zum Einstieg in den Abend plauderte es sich prima auf dem Gehweg. Während der Pegel anstieg sanken die Temperaturen leider ab und so trieb es uns bald ins Rosenrot. Das Fräulein erwartete hier später noch befreundete Bankdrücker aus der Fachschaft.

Zunächst fiel uns die veraltete Pappkarte in die Hände, auf der die Getränke abgerechnet werden. Nicht so gut, denn bei diesen Dingern verliere ich leicht den Überblick über meinen Konto- bzw. Pegelstand. Überraschend viel Volk gab es auf der Tanzfläche.  Weniger überraschend, dass der Großteil  davon zwischen 19 und 25 Jahren war. Die Musik? Tanzbar, aber mir im Durchschnitt zu old seasoned.

Nachdem ich von einem jungen Tänzer gesiezt wurde („Kommen Sie zentral aus Düsseldorf?“) und wir Mädels ausreichend das Thema „Schlechte Küsser und alles, was dies nach sich zieht!“ besprochen hatten, war es Zeit zu gehen. Krönender Abschluss waren unsere Taxifahrer. Der Fahrer der Mädels verfuhr sich offenbar auf der Nordstraße, während er sich bei seinem Telefonat nur ungern ansprechen ließ. Meiner dachte, meine Straße liegt in Eller und selbst der Fürstenplatz half seiner Orientierung nicht auf die Sprünge.