Ein Wochenende mit einem Hauch von Nichts zu tun, gibt Zeit auf den Kalender zu schauen. Der 1. September ist meteorologischer Herbstanfang. Man und Frau mit viel Freizeit fragt sich an dieser Stelle zuerst: Wie, schon? Und an zweiter Stelle: Was machen wir denn da? So habe ich mich schlau gemacht und überlegt, was ich in den nächsten Monaten in und um Düsseldorf so anfangen kann.

Ist das wirklich schon der Herbst, der mir kühl in´s Gesicht bläst? Dann ist er es auch, der mit unverschämter Borniertheit um neun Uhr das Licht ausknipst! Mal ehrlich, was hat der Herbst denn zu bieten? Ein aufgesetztes Kürbisfest und die süßen Vorboten der Weihnachtszeit in den Supermarktregalen. Gut, die Blätter werden hübsch rot. Dafür wird das Gras auf der anderen Seite der Welt nicht nur, sondern auch im wahrsten Sinne, wieder grüner.

Düsseldorf packt gute Laune in hübsche Werbesprüche und behauptet: „Jeck – We can!“. Das Motto der fünften Jahreszeit in diesem Jahr ganz weltgewandt und viel versprechend. Doch mich täuscht Ihr damit nicht! Aus Erfahrung weiß ich, dass Karneval in Düsseldorf nicht im Ansatz das ist, was es sein kann. In Düsseldorf feiern nur wenige den 11.11. um 11 Uhr 11. Man erntet verstörte Blicke, wenn man um 9 Uhr morgens mit Kostüm in der Straßenbahn sitzt. Köln, ich komme!

Kultur dagegen hat der Düsseldorfer drauf. Der Altstadtherbst bietet Musik, Tanz und Kunst. Ob ich allerdings wirklich zwischen dem 16. September und 4. Oktober das „Paradies in mir“ finde, möchte ich bezweifeln. Ich werde mir lieber noch im NRW-Forum die Ausstellung “Catwalks” anschauen, die bis 1. November läuft. Außerdem hab ich heute ein paar Plakate von Ausstellungen gesehen, die ich mir reinziehe, wenn der Wind weiter so frech die Frisur bedroht.