Kathrin Konze, Live aus Düsseldorf
Wer hier keinen Spaß hat, ist selber schuld! Am Donnerstagabend hatte ich das große Vergnügen mit meinen Mädels das Festzelt der Füchschen Brauerei zu betreten. Ich bin nicht besonders erfahren im Besuch von Zelten bei Volksfesten, aber das musste ich auch nicht sein. Es war laut, heiß, feucht und fröhlich. Das lag weniger am Altbier, sondern viel mehr an der Musik, der Gesellschaft und unserer Position direkt vor dem DJ Pult.
Meine Freundin Reggae (aka „Der Sternepo“) bestand ungewohnt fordernd darauf, dass wir ins Füchschen Zelt gehen. Nur mit Unbehangen schaute sie zu, wie Fräulein X, JSP und ich zuvor noch ein Crepe essen wollten. Als es dann endlich zum Zelt ging war klar: Das wird eng! Doch kaum betritt man den im Takt wippenden Zeltgrund, ist man auch schon angesteckt mit dem Partyvirus.
Es ist laut. Das Publikum in allen Altersklassen fröhlich singend und tanzend. Die Zeltdecke ist gespickt mit Discokugeln und am Kopf des Zeltes steht ein riesiges DJ Pult. Die Jungs verstehen es die Menge zum kochen zu bringen und später am Abend in meine Kamera zu grinsen. Nach dem kühlen, ersten, bitteren Schluck Altbier geht es weiter in das Herz der Tanzfläche. Wir stehen ganz vorne direkt vor der Bühne und damit direkt vor den Ventilatoren, die den ganzen Abend für Abkühlung sorgen.
Die Schickeria wurde vorsorglich von dem mittlerweile angeheitert, flirtendem Volk weg gehalten. Im „Füchschen Separèe“ halten sich die auf, die es sich leisten können. Die Damen, die gerne dazu gehören wollen tanzen genau davor, in der Hoffnung von einem geelhaarigen Ken erwählt zu werden. Wir konzentrieren uns derweil auf die wesentlichen Elemente: Musik, Tanz und Trunk. An dieser Stelle: Nein, ich mag Altbier noch immer nicht. Keine Sorge, Mama! Mit Cola gemixt ist es aber zu ertragen.
Gegen circa halb eins reißen wir uns los. Aufgeladen von den oben erwähnten Elementen laufen wir in Schlangenlinien zum Riesenrad. Das steht nämlich direkt neben dem Zelt. JSP und das Fräulein X haben offensichtlich eines der Elemente im Überschuss konsumiert und singen volle 4 Runden „Wie schön, dass Du geboren bist!“. Was lernen wir daraus? Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Auch, wenn man nach nur 5 Stunden Schlaf wieder arbeiten und am Abend zum Sport muss. Denn solche Abende, die man lange in Erinnerung hält sind leider viel zu selten!
Ursprünglich als Reiseblog gedacht, blogt Kathrin nun aus Ihrer Wahlheimat Düsseldorf.Geprägt von Ihrer Zeit in Neuseeland erlebt sie als junge Stadtpflanze allerhand bunte Geschichten im Rheinland. Lest selbst, gebt Kommentare und Anregungen ab. Vielleicht trefft Ihr sie bald mal im Düsseldorfer Nachtleben, am Rhein oder auf Skates.