Was macht man, wenn man bei Vollmond schlecht träumt? Findet man seinen Traumann, wenn man einen Fisch küsst? Sind krabbelnde Schaben gut für schöne Hände? Wo wohnt Paris Hilton wirklich? Antworten auf diese Fragen gab es für mich am Wochenende bei der langen Nacht der Museen in Düsseldorf und beim Besuch im Freilichtmuseum in Kommern.

Für den Fall, dass ich mit verquollenen Augen aus einem schlechten Traum erwache, habe ich einen Maßnahmenkatalog entwickelt. Folgende Punkte lassen mich den Rest des kostbaren Wochenendes trotz einer kurzen Vollmondnacht genießen:

  1. Den schlechten Traum nicht so verdammt ernst nehmen, dazu Abba und die Supremes wieder auf die MP3 Playlist nehmen.
  2. 4 bis 6 Folgen der Lieblingsserie genießen, dabei das Handy ausschalten.
  3. Mit einer Freundin quatschen oder zum Sport gehen. Gut, den letzten Punkt konnte ich meinem Kreislauf nicht zumuten. 4 Stunden Schlaf sind selbst für eine sinnvolle Internet Shoppingrunde zu wenig.

Für mich bot es sich an, die zugesagte Abendplanung mit Fräulein X einzuhalten. Die lange Nacht der Museen ist eine Herausforderung bei akutem Schlafmangel. Das kulturelle Engagement und die exotischen Kulturvögel von Düsseldorf sind allerdings so hinreißend, dass man sich das Spiel nicht entgehen lassen kann. Ich küsste seltsame Fische, ließ mir eine warme Kakerlake über die Hände laufen und betrachtete seltsame Videoinstallationen. Meine Nacht der Museen wurde nicht extralang, dafür extra bunt, um mich von Vollmondträumen abzulenken.

Das Freilichtmuseum in Kommern schafft es, dass sich eine erwachsene Frau im Jeansrock in eine Rutsche schwingt, dumme Hühner jagt und Schweine streichelt. Ein wirkliches Aha-Erlebnis war als ich las, wo Paris Hilton wirklich lebt. In Mechernich! So sagt es zumindest das Schild vor der Vogelscheuchen Ausstellung. Den Spruch, dass „Pferdezähne und Frauenhände niemals stillstehen“ dürfen fand nur mein Bruder gut. Aber der glaubt auch, dass Leggins schon seit den 80ern out sind.