Busreiseanbieter mit dem „Hop-on-Hop-off“ System gibt es in Neuseeland viele. Keiner der Anbieter wirkt auf den ersten Blick wie eine Kiwiversion der bekannten Kaffeefahrten. Trotzdem ist bei der Wahl Vorsicht angesagt, denn 3 bis 4 Wochen sind eine lange Zeit im selbem Boot auf Rädern.

Für die Zielgruppe der 17 bis 35jährigen gibt es drei große Anbieter, die ihre Kunden durch Nord- und Südinsel von Neuseeland karren. Preislich unterscheiden sich die einzelnen Anbieter kaum. Sie versuchen sich aber stets mit saisonalen Angeboten auszustechen.

Fangen wir bei den jungen Wilden an: Der „Kiwi Experience“ wird in Fachkreisen auch gerne „the green f****** bus“ genannt. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber für gewöhnlich fallen feucht fröhlich, partywillig, geschminkte Abiturienten aus den grünen Bussen in die Kneipen der klassischen Touristenorte.

Eine Mischung am andere Ende der Altersgruppe fährt mit dem „Magic Bus“. Die Zielgruppe erwartet hier keine Partyaktionen oder außergewöhnliche Ziele abseits der ausgelatschen Routen. Besonderheit bei diesem Anbieter ist die Sitzplatzgarantie, so dass man ganz unbeschwert planen kann.

Der orangene „Stray Bus” war mir pesönlich sehr sympathisch. Sei es wegen meiner Verwurzelung zu diesem Farbton oder wegen dem Mix aus Reise und netter Unterhaltung.Den letzten Stoß zur Buchung hat mir die Empfehlung aus StudiVZ gegeben. Auch wenn Stray noch ein paar Macken mit dem online Buchungssystem hat, und vielleicht größere Busse einsetzen könnte, war ich sehr zufrieden.

Wenn man erstmal auf der Straße rollt, lernt man natürlich direkt Leute kennen, die im gleichen Boot sitzen. Überwiegend Engländer, Skandinavier, Deutsche, Holländer und ein paar Amerikaner. An dieser Stelle kann ich jedem potentiellen Busreisenden Facebook empfehlen. Sicher sind die meisten Kontakte nur temporär, aber man weiß ja nie wofür es mal gut ist.

Sonst noch Tips? Gaderobe reduzieren, Medizinschrank einpacken, MP3 Player aufrüsten, Reisefön ist immer beliebt, Thermobecher und leichte Kühltasche werden zum täglichen Begleiter. Achja, und wer sich für keinen Anbieter entscheiden will, der steigt mit Klamotten in den „Naked Bus“ und hat mit all dem nichts am Hut.