Die Nacht voller Unruhe, der Tag voller Töne. Christchurch hat nicht nur Kunst in Parks und Gallerien, sondern auch Musik in verschiedensten Formen. Ein Knabenchor, Maorigesänge, Harfenklang und Dudelsackmusik vom feinsten. Die Krönung gebe ich mir heute Abend: Ein Jazz Konzert in der Cathedral.

Gestern Abend bin ich doch nicht so früh ins Bett gegangen. Aus der Cathedral hörte ich Klänge, aus einer anderen Zeit. Der „Tiffin boys‘“ Knabenchor gab ein Gratiskonzert. Einerseits seltsam fremd, wenn so viele Jungs zusammen singen. Andererseits war das ein wirklich guter Chor, der zusammen mit Orgel und der Location ein beeindruckendes Bild abgab.

Die Nacht war so unruhig, wie ein Tag im Bahnhof. Tür auf, Tür zu. Licht an, Licht aus. Bei 5 Zimmergenossinen mit 4 verschiedenen Ausflugszielen ist ab 4 Uhr morgens action angesagt! Ich habe gewartet bis die Luft rein, und die Sonne am Himmel war.

Ab zum Victoria Square, James Cook gegrüßt, den gratis Bus genutzt und Pause im Arts Center. Hier gibt es zwischen den Mauern der alten Uni eine Menge Fressbuden mit so tollen Sachen wie: „the famous German Bratwurst“, „Blackforrest Waffeln“ oder die „Nürnberger Stadtwurst“. Ich hatte was vom Ungarn und, ja, ok auch eine Waffel. Dazu gab es Gedudel von einer engagierten Harfenspielerin.

Auf dem Cathedral Square war eine Art Dudelsack Wettbewerb und 4 verschiedene Gruppen pusteten, trommelten und schwangen die Schottenröcke im Gleichschritt. Ebenso wie die Knaben vom Vorabend, auf eine spezielle Art beeindruckend. Klingt feierlich, hoheitlich mit einem Schuss Schützenfest. Heute Abend gibt es ein gratis Jazz Konzert in der Cathedral. Das zieh ich mir noch rein und hoffe auf eine ruhigere Nacht. Morgen früh um fünf vor acht werde ich von meinem Bus abgeholt.