Die Reise ging heute von Barrytown nach Franz Josef. Nicht wirklich spannend und nicht wirklich sonnig. Der Himmel grau, dafür die Sonne im Bus. Leider reicht das nicht, um die Chancen auf meinen Heliflug zu vergrössern.

In Barrytown tanzten gestern Abend Männer in Frauenkleidern auf den Tischen. Da wir erst spät losgefahren sind, konnte ich ausschlafen. Einige haben aus Kuhknochen eigenen Schmuck geschnitzt, ich spare mir die 55 Dollar für andere Spässe.

Im Bus ging es dann wieder vorbei an wahnsinnigen Landschaften und hinein in den Regenwald. Das Vorgebirge des Gletscher immer im Blick. Versteckt unter vielen Regenwolken und umgeben von wilden Flüssen, einspurigen Brücken und Bahnübergängen. Nachdem ich gestern die Fahrt über mit Engländer Douglas die Zeit vertrieben hab, gab es heute mit Nicole aus Trier viel zu lachen.

Franz Josef kann man sich vorstellen, wie einen Skiort. Kleinere Cafés und einige Hotels bzw. Backpacker. Es ging zur Einweisung vom Anbieter der Gletscher Wanderungen. Dort wurde uns gesagt, dass die Wettervorhersage ziemlich schlecht aussieht. Für mich, Douglas und einige andere bedeutet das, dass der Heli wohl nicht starten wird. Meine Alternative: Ein Ausritt zu Pferd wäre ebenso möglich wie eine weitere Nacht hier. Das würde meine Chance auf einen Flug am Montag vergrössern. Abwarten und Tee trinken. Denn leider kratz mein Hals von der Bus Klimaanlage.