Nur eine Stunde von Rotorua entfernt liegt die Hafenstadt Tauranga und der Badeort Mount Munganui. Kaum zu glauben: Die Sonne strahlte vom Himmel, wie ein Topmodel in die Kamera. Meine Kamera bekam am frühen Morgen ein paar Holzkrieger und sprudelnde Geysire vor die Linse. Achja, mein schwarzer Flitzer hatte ebenfalls einen besonders guten Tag und eine Kritik zum neuen Jennifer Aniston Film gibt es auch.
Als ich am Morgen meine Sachen ins Auto räumen wollte, durfte ich feststellen, dass scheinbar alle Vögel von Roturua über meinem Auto übernachtet haben. Es war komplett vollgesch…! Auf den Schock erstmal Cappuccino und Muffin vom „Cafe de la Paris“ (Urteil: Kaffee ok, Muffin eher wie ein Brioch). Dann bei einer Aral Tankstelle gehalten, um mir wenigsten ein Sichtfeld freizuschrubben. Ein kräftiger Maori-Tankstellenwirt kam auf mich zu mit den Worten „Hey, I don´t like people with dirty cars. Here, go and wash your car!“. Ich nahm verblüfft, dankend den Washchip entgegen und fuhr kopfschüttelnd durch die Waschstraße.

Mit blitzendem Auto fuhr ich nach Whakarewarewa, um mir den Ursprung allen Gestanks anzuschauen. Rund um ein Maori Dorf sind dampfende Teiche und Schlammlöcher. Die Holzfiguren, die überall stehen, haben deutlich mehr Ausdruck als die meisten Topmodel Kandidatinnen. Darum habe ich mir auch eine Figur gekauft, die in Zukunft mein Heim schützen und das Böse abschrecken soll. Als mir das erklärt wurde dachte ich „sowas hätte ich schon viel früher gebrauchen können!“.

Hinter einem großen Holzzaun ging es zum größten Geysir, der Wasser meterhoch in die Luft spuckt. In meinem Reiseführer steht, dass man für diesen Bereich extra zahlen muss. Kathrins Insidertip: Wenn man früh genug vor Ort ist, beobachtet einen keiner und man kann sich wie von zauberhand auf die andere Seite beamen. Ich sage mal, wo ein Wille, da kein Holzzaun!

Nach soviel Abenteuer wollte ich endlich die Sonne genießen. Schnell durch die Kiwifelder nach Mount Maunganui und im Backpacker eingecheckt (übrigens mal ein ganz tolles). Ab zum Strand und zwei Stunden beobachten, welcher Surfer am längsten auf der Welle steht.

Dann eine Runde durch Tauraunga gedreht und eine Regenjacke zum Kinderpreis ergattert. Habe nämlich wenig Lust auf nasse Klamotten während der Busfahrt.

Zur Abrundung am Abend noch ins Kino: “He´s just not that into you”. Dieser Film soll mich auf die Zeit vorbereiten, wenn ich wieder durch Düsseldorf streife. Kenner wissen natürlich, dass diese Zeile aus meiner Lieblingsserie stammt und Miranda zu der Erkenntnis kam. Der Film mit den Damen Aniston und Barrymore bekommt 7 von 10 Punkten, da ich das nicht-ganz-happy Ende zu “cheesy” fand.