Der kleine Ort in der Mitte der Nordinsel ist sonst wohl eher unter Backpackern und Forstwirten bekannt. An diesem Wochenende hat die Society aber mal ordentlich an Motoren und Rotoren gedreht. Der A1GP ist in Neuseeland das Event für Motorsportfans und solche, die es werden wollen. Für mich gab es neben der Arbeit dort noch einen Ausflug zu den Huka Falls, viele nette Gespräche und eine besondere Einladung…!

23.1.: Ankunft in Taupo

Der Freitagmorgen war noch ganz frisch, als wir uns im Providore-Mobil Richtung Süden aufmachten. Wir, das waren Linda, Carolina und Ana aus Kolumbien, Giselle aus Brasilien und unser Chef Mark. Taupo wirkt von oben erstmal malerisch. Ein wunderschöner See, ein schneebedeckter Vulkankegel und viel Grün herum. Unser Backpacker („Base“) ist neu, hat ein schönes 6er Zimmer für uns Mädels mit Balkon und Blick auf den See. Auf der Rennstrecke haben wir ein kurzes Meeting, werden rumgeführt. Dass ich direkt begeistert war, hab ich ja schon geschrieben. Weniger begeistert haben mich die fetten Mückenstiche, die ich dort kassiert habe. Danach hat uns Mark noch zu dem Huka Wasserfall gefahren. Prädikat: So schön, dass man reinspringen möchte! Blau in Blau in Türkis. Zuletzt noch ein Feierabendbier und Plauderei mit den Mädels. Ana erinnert mit ihrem hübsch-fröhlichen Wesen an meine Freundin JSP. Am See entlang spaziert beobachten wir verrückte Golfer, die versuchen ein Hole-in-one im See zu treffen. Ich frage mich, ob meine golfende Ex Kollegin das vielleicht geschafft hat?! Wir testen das Wasser und beschließen morgen im See zu baden.

24.1.: Erster Tag an der Strecke.

Um halb neun morgens mussten wir antreten. Die Stimmung hat mich irgendwie an ein Reittunier erinnert. Die Plätze noch leer, die Wiesen noch feucht, Musik schallt über das Gelände. Giselle und ich sind in den „Corporate Villas“ der Sponsoren eingeteilt, um dort freundlich zu grüßen. In der Pause werden Fotos gemacht. Im Helicopter der Airforce und in der Boxengasse. Nicht nur die Rennfahrer zaubern, auch die Piloten der Airforce in ihren kleinen gelben Flugzeugen. Zurück im Pavillon machen die Piloten irgendwann Feierabend, bringen jedoch ihre Frauen mit. In meinem Film sehe ich Reese Witherspoon und Demi Moore diese Rollen spielen. Später spricht mich ein Farmer an und wir unterhalten uns über Deutschland und meine Zeit hier. Er stellt mich seiner Frau vor, die beiden geben mir ihre Kontaktdaten und laden mich ein, sie auf ihrer Farm zu besuchen. Ich bin begeistert und werde das Angbot annehmen. Zurück im Ort geht die Sonne langsam unter. Linda, Ana und ich stürzen uns in den frisch kühlen See. Die Hitze vom Tag und der Sonnenbrand unter den Haaren ist vergessen. Als Krönung gönne ich mir ein fabelhaftes Eis im „Kaffee Eis“.

25.1.: Ein wechselhafter Tag mit europäischen Rennerfolg.

Dicke Wolken hängen am Morgen über Taupo und täuschen Abkühlung vor. Giselle und ich stehen uns an diesem Tag auf bekannten Positionen die Beine in den hungrigen Bauch. Nach Mittag verschwinden die Wolken, die Strecke heizt wieder auf 38 Grad auf. Mich packt parallel das Rennfieber und ich verfolge das Hauptrennen des A1GP. Die Schweiz gewinnt. Abräumen, aufräumen, Feierabend. Giselle, mein Rock und ich gehen frisch geduscht in der Stadt, im „Dixie Brown“ Fettuccine essen. Auf der offiziellen Afterparty trinken wir Hostessen mit Mark noch ein Goodbye-Taupo-Beer. Ob es die Gesellschaft oder wir selbst waren weiß ich nicht, die ganze Szenerie war jedenfalls ziemlich müde.

26.1.: Abreise am Public Holiday und Chinese New Year.

Frühstück und guten Kaffee gibt es auch heute wieder im “Bodyfuel”. Pillowcase und Türkarte abgeben, dann alle Mann ins Auto. Der Rückweg führt uns wieder durch das Warendorf von Neuseeland, Cambridge. Hier werden Rennpferde auf riesigen Weiden aufgezogen.Heute bieten die Bewohner einen süß-kitschigen Flohmarkt rund um die strahlend weiße Kirche. Hamliton, ein Ort wie das Heumarer Dreieck, ermöglicht den Wechsel von der Autobahn 3 auf die 1. Noch schnell das rosa Musclecar vom Rennen überholt und die Landung in Auckland. Die Stadt feiert sein Jubiläum. Um mitzufeiern, muss man allerdings Eintritt bezahlen. Heißt für uns: Ab in den Bus und nach Sandringham.

Mein Fazit? Taupo ist ein netter Touri und Backpacker-Ort, der Spaß für ein Wochenende bietet. Der Sunbeam Tiger führt meine Liste der schönsten Autos von Taupo an, gefolgt vom Ferrari Safetycar und dem orangenen Musclecar von Mustang.

Ein Video und mehr Bilder folgen asap.