Ein freier Tag, mittelmäßiges Wetter und Budget? Ein Besuch im Zoo von Auckland bietet sich an. Ein Zoo wie jeder andere? Schon möglich, aber doch mit ganz eigenen Geschichten! Die legendären “tea monkeys”, deprimierte Pinguine und der Nationalvogel von Neuseeland…

Linda und ich haben keinerlei Begabung in Ornithologie. Wir stellten jedoch fest, dass “Amstel” auch ein guter Vogelname wäre und der Tui eher kamerascheu ist. Wir zogen schnell vorüber an den bunten Vögeln weiter im 1922 gegründeten Zoo.

Die Kängurus machten, ebenso wie die Raubkatzen, die Nashörner und die drei deprimierten Pinguine einen ziemlich müden Eindruck. Der TV erprobte Seelöwe dagegen zeigte seiner Pflegerin brav die Zähne und folgte dem kleinsten Fingerzeig.

Beeindruckend groß waren Herr und Frau Schildkröt. Das Paar ist für sein Alter wirklich noch flott unterwegs. Für einen kurzen Moment freuten sich Besucher und Weibchen auf einen möglichen Liebesakt. Der Herr enttäuschte und die Dame schaute nur sehnsuchtsvoll hinterher. Wieder nichts.

Die einsame Schimpansendame Janie beindruckte durch ihre Würde im Alter. Zwar verwitwet erinnert sie immer noch gerne an ihre glamurösen Zeiten, als sie der Star im Zoo war. Inspiriert davon, übten wir Grimassen zur Kommunikation. Vielleicht hilfts ja?!

Während das eine Nilpferd mit der Nase an die Wand gefahren war, tauchte das andere nur selten auf. Wir fragten uns in der Zwischenzeit, warum es bei den Enten so oft blubbert und kamen zu dem Schluss, dass es an dem Weißkohl liegen musste, der im Wasser schwamm.

Den Zoo verlassen konnten wir erst, darauf bestand Randgruppen- und Florabetrachterin Linda, nachdem wir den Kiwi gesehen hatten. Das Nationaltier versteckte sich in einer Art Dunkelkammer. Die Freude war groß, als er sich kurz, torkelnd der Öffentlichkeit zeigte.